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INHALTSVERZEICHNIS
I. Allgemeine Informationen
Heilstättenschule
Europaallee 1
2700 Wiener Neustadt
Telnr. 02622/373 274
e-mail: heilstaettenschule@wiener-neustadt.at
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II. Organisationsstruktur
Zuständigkeit
Bezirksschulrat Wiener Neustadt-Stadt
Bezirksschulinspektor Reg. Rat. Werner Grobner
Burgplatz 1
2700 Wiener Neustadt
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Schulstruktur
- eigenständige Schule mit eigener Leitung
- 25 LehrerInnen, davon 8 KlassenlehrerInnen
- 3 Lehrerinnen für Religion (1 evangelisch und 2 katholisch)
- 3 Psychologinnen (Jede Psychologin ist für eine Heilpädagogische Klasse zuständig)
- 2 Heilpädagogische Hauptschulklassen
- 1 Heilpädagogische Volksschulklasse
- 2 Förderklassen für Volksschulkinder
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Unterrichtsstruktur
- Unterricht im Klassenraum in Kleingruppen
- altersheterogene Schülergruppen/innere Differenzierung
- Zwei-Lehrer-System
Heilstättenklassen
Vorbemerkung
Dem Anspruch auf Bildung und Erziehung wird durch den Unterricht in der Heilstättenschule Rechnung getragen, denn jedes Kind, jeder Jugendliche könnte einmal in die Lage kommen, im Krankenhaus stationär aufgenommen zu werden.
Das Recht auf Chancengleichheit und das Recht auf Schulbildung liegt der Charta für Kinder im Krankenhaus (UNESCO) zu Grunde.
Die Klassen im Krankenhaus sorgen dafür, dass der schulische Fortschritt gesichert wird und trägt durch vertrautem schulischen Alltag dazu bei, die Kinder von der ungewohnten klinischen Umgebung abzulenken und den persönlichen Erholungsprozess zu fördern.
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III. Schulethos/Philosophie
Multikultureller Rahmen
Die Herkunftsländer von stationär aufgenommenen Kindern und Jugendlichen
weisen oft eine große Vielfalt auf. In den vergangenen Jahren betreuten die Lehrer Kinder aus der Türkei, Tschechien, Rumänien, Afghanistan, Afrika, Bulgarien, Ungarn, Polen, Albanien, Slowenien, Bosnien, Slowakei, ...
Diese Vielfalt fordert natürlich eine Auseinandersetzung mit den verschiedenen Kulturen. Deshalb werden im Rahmen des Unterrichtes immer wieder Gesprächsrunden durchgeführt, um den SchülerInnen die Gelegenheit zu geben, ihr Heimatland vorzustellen.
Besondere Berücksichtigung finden unter diesem Aspekt Langzeitpatienten aus Kriegs- oder Krisengebieten. Für die Zeit ihres Aufenthaltes (bis zu zwei Jahren) ist es wichtig, dass die Kinder und Jugendlichen nicht den Bezug zu ihrem Heimatland verlieren.
In der Praxis wird dieser Bezug folgendermaßen hergestellt:
· Ausstellungen
· Bücher und Internet
· Ländervergleich: kulturell, geografisch, ...
IV. Schulklima
Umfeld der Schule
ein Klassenraum
ein Mehrzweckraum
Arbeiten der Kinder werden auf den zwei Stationen der Kinderabteilung, der Ambulanz, der Neonatologie sowie auf der HNO-Abteilung ausgestellt
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Klima der Schule
Respektvoller Umgang der Schüler untereinander, unabhängig von Nationalitäten, Behinderungen oder sozialem Status, gelingt in der
Kleingruppe meist problemlos.
Die Hausordnung orientiert sich an jener der Kinderabteilung und wird den Kindern und Jugendlichen und deren Erziehungsberechtigten in der Regel bei der Aufnahme übermittelt.
Positive Verhaltensweisen werden verstärkt, auf schlechtes Benehmen wird reagiert und andere Ausdrucks- bzw. Umgangsformen werden angeboten und wenn möglich geübt.
Die LehrerInnen der Heilstättenschule stehen im Kontakt zu den
KlassenlehrerInnen der Stammschulen und den Eltern, um den Lehrstoff und den Unterricht auf die SchülerInnen individuell abzustimmen.
Die Unterrichtsteilnahme in der Heilstättenschule hängt primär vom Gesundheitszustand der einzelnen SchülerInnen ab.
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V. Lehrplan und Organisation
Der offizielle Lehrplan
In der Heilstättenschule werden die SchülerInnen nach den Lehrplänen der Volksschule, der Hauptschule, der AHS – Unterstufe, des Polytechnischen Lehrganges oder einer Sonderschule unterrichtet.
Die gesetzlichen Grundlagen werden von § 28 Abs. 4 des NÖ Pflichtschulgesetzes, LGBl. 5000-5, folgendermaßen erfüllt:
„In Krankenanstalten und ähnlichen Einrichtungen können für schulpflichtige Kinder nach Maßgabe der gesundheitlichen Voraussetzungen Klassen bzw. ein kursmäßiger Unterricht nach dem Lehrplan der Volksschule, der Hauptschule, des Polytechnischen Lehrganges oder einer Sonderschule eingerichtet werden. Unter Voraussetzung, dass der Bestand von zwei Klassen oder Kursen auf Dauer zu erwarten ist, ist eine „Heilstättenschule“ zu führen.“
Im Verordnungsblatt des Landesschulrates für Niederösterreich, vom 6. März 1986 wird dazu ausgeführt:
Der Unterricht in Heilstättenklassen und Krankenanstalten erfolgt in einer pädagogischen Extremsituation. Diese erfordert die unbedingte Berücksichtigung des gegenwärtigen gesundheitlichen Status des Kindes, Individualisierung im Methodisch-Didaktischen, Variabilität in der Unterrichtsorganisation.
Die Richtlinien für den Unterricht in Heilstättenklassen versuchen dieser besonderen Situation gerecht zu werden.
Die gesetzlichen Anforderungen der Klassenschülerhöchstzahl von 10, SCHOG
§ 27 – Abs.1, werden erfüllt.
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Die pädagogische Betreuung von Kindern und Jugendlichen im Krankenhaus
Wenn seitens des zuständigen Arztes kein Einwand gegen eine pädagogische Betreuung erhoben wird, sind die wesentlichsten Aufgaben in der Heilstättenschule:
die Sicherung des bereits erworbenen Wissenstandes
versäumten Lehrstoff nach Möglichkeit aufholen und festigen
das Erarbeiten von neuem Lehrstoff
die stresslose Befassung mit schulischen Aufgaben
das Schaffen von Erfolgserlebnissen
individueller Unterricht
Hilfe zur nahtlosen Rückführung in den Klassenverband bei längerem Aufenthalt im Krankenhaus
Hilfe bei Heimweh und Trennungsschmerz
Unterstützung beim Abbau schulischer und krankheitsbedingter Ängste
Hilfe bei der Bewältigung der neuen Situation durch spielerisches, schöpferisches und musisches Tun
Werden während des Heilstättenunterrichtes Schwächen (Lese-Rechtschreibschwäche, Rechenschwäche u. a.) oder Störungen (Schwerhörigkeit, Sehschwäche, Sprachstörungen, motorische Störungen u.a.) erkannt, so sind die Eltern der betroffenen Kinder oder Jugendlichen auf diese Störungen oder Schwächen aufmerksam zu machen.
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VI. Der Unterricht
Kinder und Jugendliche, die aufstehen dürfen, werden in kleinen Gruppen im Klassenraum der Heilstättenschule unterrichtet. Die SchülerInnen werden in allen Fächern und nach allen Lehrplänen der Pflichtschule unterrichtet. Bei kürzerer Dauer des Aufenthaltes im Krankenhaus hat der Unterricht primär eine Stützfunktion in Deutsch, Mathematik und Englisch.
Die Gruppe im Klassenraum ist inhomogen zusammengesetzt, denn es können SchülerInnen von der Vorschulklasse bis zur 9. Schulstufe vertreten sein.
Außerdem ist die Fluktuation in der Gruppe sehr hoch, weil ein steter Wechsel auf Grund von Neuaufnahmen oder Entlassungen erfolgt. Auch SchülerInnen gleichen Alters haben meist einen unterschiedlichen Wissensstand, weil sie aus verschiedenen Schulen kommen und unterschiedliche Bücher verwenden.
Bettlägerige Kinder werden einzeln betreut.
Der Unterricht im Krankenhaus ist immer ein individueller Unterricht, nicht nur im Hinblick auf die Zeitvorgabe, die limitiert ist, sondern auch in Bezug auf die Lehrinhalte, die vom Heilstättenlehrer zusammen mit der Stammschule, von der das Kind kommt, zu bestimmen sind. Daher ergeben sich folgende Unterrichtsformen:
- individualisierender Unterricht
- Einzelunterricht
- Partnerarbeit
- Gruppenarbeit
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VII. Leistungen/Lernen
Die Aufgaben und Ziele an der Heilstättenschule sind durch einen doppelten Bildungsauftrag geprägt. Der Unterricht im Krankenhaus umfasst nicht nur den schulischen Bereich, sondern auch den heilpädagogischen.
Die Vermittlung des Lehrstoffes erfolgt immer in individueller und differenzierter Weise, die Unterrichtsmaterialien, die Unterrichtsdauer und die Methodik werden auf die Kinder abgestimmt.
Der Kontakt zur Stammschule wird hergestellt, um den Leistungsstand festzustellen und den Lehrstoff zu koordinieren.
Bei längerem Aufenthalt im Krankenhaus können auch Prüfungen und Schularbeiten in der Heilstättenschule durchgeführt werden. Die Vorbereitung und die Benotung erfolgen gemeinsam mit der Stammschule.
In den heilpädagogischen Bereich fällt die Vermittlung von Geborgenheit, die individuelle Zuwendung, die Kontaktpflege und auch die Leistungsverbesserung.
Kinder im Krankenhaus sind einerseits durch die ungewohnte Situation andererseits durch Schmerzen, Angst vor Untersuchungen oder Operationen, Trennungsschmerz und Heimweh stark emotional belastet. Den Lehrkräften der Heilstättenschule ist es sehr wichtig, Kindern bei der Bewältigung dieser schwierigen Situationen zu helfen. Sie versuchen auf spielerische Weise ein Vertrauensverhältnis aufzubauen und werden oft für die Kinder oder Jugendlichen eine enge Kontaktperson.
Durch die Möglichkeit des Internetzuganges können SchülerInnen der Heilstättenschule mit ihren Klassenkameraden „chatten“ und sich auch adäquates Lernmaterial auf diesem Weg besorgen.
In angenehmer Atmosphäre werden die Kinder gestärkt und bestärkt, auch ohne Druck etwas leisten zu können und Erfolgserlebnisse zu haben.
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VIII. Berufliche Entwicklung
Die Lehrkräfte nehmen regelmäßig an Aus- und Fortbildungen teil und leiten die Ergebnisse als Multiplikatoren weiter.
IX. Unterrichtsressourcen
Den SchülerInnen stehen ausreichend Ressourcen zur Verfügung, um effizient, je nach Wissensstand, Alter und Schulform, lernen zu können.
Der Klassenraum verfügt über eine Bibliothek, einen Internetzugang und reichhaltiges Unterrichtsmaterial für alle Schulstufen.
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X. Beziehungen mit den Eltern und Institutionen außerhalb der Schule
Die Lehrkräfte der Heilstättenschule informieren die Eltern über die Aufgaben und Ziele, über den Ablauf des Unterrichtes und stehen ihnen auch jederzeit für Gespräche zur Verfügung.
Im Bedarfsfall stehen die HeilstättenlehrerInnen sowohl den SchülerInnen als auch deren Eltern beratend und helfend zur Seite, wenn Kontakte zu anderen Einrichtungen hergestellt werden sollen.
XI. Beurteilung
Die SchülerInnen bleiben als PatientInnen im Stand ihrer Stammschulen. Wenn ein längerer Aufenthalt im Krankenhaus notwendig ist, kann die Heilstättenschule als Einrichtung des öffentlichen Schulwesens auch Prüfungen oder Schularbeiten durchführen. Diese erfolgen immer in Zusammenarbeit mit der Stammschule.
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Heilpädagogische Klassen und Förderklassen
Vorbemerkung
Die Heilpädagogischen Klassen und Förderklassen sorgen dafür, dass auch SchülerInnen, die aus dem Regelschulwesen herausfallen, das Recht auf geregelte Schulbildung, als Chance für den späteren Lebensweg, haben. Der schulische Fortschritt wird gesichert und ein gewaltfreier Umgang mit Konflikten vermittelt.
I. Schulethos/Philosophie
Die Gesellschaft und die verschiedenartigen Lebensformen unserer Zeit zwingen manche Kinder und Jugendliche zu kreativen Problemlösestrategien, mit denen unser rigides System in manchen Fällen nicht umgehen kann. Um den Bedürfnissen dieser Kinder und Jugendlichen gerecht zu werden, bedarf es der Ressourcen eines geschützten Rahmens in Form von Kleingruppen, intensiverer Betreuung durch das Zwei-LehrerInnen-System und psychologischer Betreuung der Heilpädagogischen Klassen. Die ganztägige Betreuungsform ermöglicht es den Kindern und Jugendlichen einen geschützten Rahmen zu erleben, in dem Lernangebote und Freizeitaktivitäten strukturiert und überschaubar sind. Vielfältige Angebote bieten den Kindern und Jugendlichen die Chance ihre eigenen Interessen kennen zu lernen und ihre Fähigkeiten zu entwickeln. Die Kleingruppe trägt dazu bei, dass sozial angepasstes Verhalten erlernt, trainiert und erweitert wird, um den SchülerInnen den Wiedereinstieg in das Regelschulsystem, die große Schülergruppe und den wenig geschützten Rahmen zu ermöglichen.
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II. Schulklima
Umfeld der Schule
- 5 Klassenräume
- 1 Auszeitraum bzw. Ruheraum
- 2 Psychologenzimmer
- diverse Einrichtungen der Europahauptschule werden mitbenützt
Klima der Schule
- Respektvoller Umgang der SchülerInnen untereinander, unabhängig von Nationalitäten, Behinderungen oder sozialem Status, gelingt in der Kleingruppe meist problemlos.
- Die Hausordnung wird von der Europahauptschule übernommen und wird den Kindern und Jugendlichen und deren Erziehungsberechtigten in der Regel bei der Aufnahme übermittelt.
- Positive Verhaltensweisen werden verstärkt, auf schlechtes Benehmen wird agiert und andere Ausdrucks- bzw. Umgangsformen werden angeboten und wenn möglich geübt.
- Die BetreuerInnenteams stehen im engen Kontakt zu den Erziehungsberechtigten, zu den Jugendämtern, zu außerschulischen Therapieeinrichtungen, zu medizinischen Einrichtungen, zu sozialen Einrichtungen, zu Freizeiteinrichtungen für Kinder, zu anderen Schulen etc., um den Fortschritt einer positiven Gesamtentwicklung zu unterstützen und in weiterer Folge zu gewährleisten.
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III. Lehrplan und Organisation
Der offizielle Lehrplan
In den Heilpädagogischen Klassen und den Förderklassen werden die SchülerInnen nach den Lehrplänen der Volksschule und der Hauptschule unterrichtet.
Der Unterricht in einer Heilpädagogischen Klasse oder Förderklasse ist immer individueller Unterricht in Anlehnung an den Unterricht der Regelschule. Die stofflichen Anforderungen jeder Schulstufe werden nach Möglichkeit jedes einzelnen Kindes erfüllt.
Daher ergeben sich folgende Unterrichtsformen:
- Individualisierender Unterricht
- Einzelunterricht
- Partnerarbeit
- Gruppenarbeit
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IV. Der Unterricht
Der Unterricht wird in allen Klassen im Zwei-Lehrer-System erteilt und erfolgt in den Heilpädagogischen Klassen vormittags und nachmittags.
Unterrichtet wird nach den Anforderungen aller Pflichtschullehrpläne. Die Lerninhalte und Geschwindigkeit, mit der im Lernstoff fortgeschritten wird, richtet sich individuell nach den SchülerInnen, die mit sehr unterschiedlichen Vorkenntnissen und Bedürfnissen zu uns kommen.
In allen Klassen gibt es ausreichend Arbeits- und Lernmaterialien, die zum Teil von den LehrerInnen selbst hergestellt werden.
Die Gestaltung des Unterrichts erfolgt vielseitig, nach „allen Regeln der pädagogischen Kunst“. Ein wichtiger Fixpunkt sind die freizeitpädagogischen Angebote und das soziale Lernen.
Es ist ein besonderes Anliegen seitens des Lehrkörpers, die Kinder nicht nur zu fordern sondern vielmehr zu fördern und zu motivieren sowie ihnen eine große Bandbreite an Handlungskompetenzen für ihr weiteres Schülerleben mitzugeben.
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V. Pädagogische und psychologische Betreuung der Kinder und Jugendlichen
Pädagogische Betreuung
die Sicherung des bereits erworbenen Wissenstandes
das Erarbeiten von neuem Lehrstoff
die Befassung mit schulischen Aufgaben möglichst ohne negativen Stress
das Schaffen von Erfolgserlebnissen
differenzierter Unterricht
arbeiten in der Kleingruppe
kleines Betreuungsteam und somit möglichst konstante Bezugspersonen für jede Klasse
anbieten von gewaltfreien Lösungsmöglichkeiten
Unterstützung bei der Einhaltung von Regeln
Unterstützung beim Abbau schulischer Ängste
erlebnispädagogische Aktivitäten am Nachmittag
ganztätige Betreuung der Kinder und Jugendlichen
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Psychologische Betreuung von Kindern und Jugendlichen in der Heilpädagogischen Klasse
Die psychologische Betreuung der Kinder und Jugendlichen der HP-Klassen und deren Angehörige umfasst folgende Bereiche:
- Aufnahmebegutachtung
- Therapiegeleitete Klinisch- Psychologische Diagnostik, Befundung und Gutachtenerstellung nach dem neuesten Forschungsstand
- Psychologische Behandlung, die durch exakte Diagnose und ein Erfassen des Bedingungsgefüges der Störung eine individuelle Behandlung ermöglicht, beruhend auf profunden Kenntnissen der Theorie und Praxis wissenschaftlichen Arbeitens in der Psychologie. Die Behandlung setzt konkret an der Störung an, folgt einem Behandlungsplan mit einem definierten Ziel und erlaubt somit größtmögliche Transparenz für den Klienten. Durch das Einsetzen der wissenschaftlichen Kenntnisse der psychologischen Forschung nutzt man verschiedene therapeutische Techniken, wobei eine Vielfalt an psychologischen Interventionsformen angewendet wird, um der Komplexität der Störungen und der Individualität des Klientens gerecht zu werden.
- Elterngespräche
- Kooperationsgespräche mit Ämtern und Institutionen
- Klassenbeobachtungen
- Kriseninterventionen
- Reintegration des Schülers
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VI. Leistungen/Lernen
Der Bildungsauftrag in den Heilpädagogischen Klassen und den Förderklassen gestaltet sich umfassender als der in den Regelschulklassen im Pflichtschulbereich.
Der schulische Bereich wird durch den heilpädagogischen Bereich erweitert.
Die Vermittlung des Lehrstoffes erfolgt in individueller und differenzierter Weise, die Unterrichtsmaterialien, die Unterrichtsdauer und die Methodik werden auf die SchülerInnen individuell abgestimmt, unter Bedacht auf die speziellen Bedürfnisse und die Gruppenzusammensetzung.
Die unterschiedlichen Entwicklungsstände und Leistungsvermögen werden durch Kontakt zu den Stammschulen, aus denen die SchülerInnen aufgenommen werden, festgestellt und zur Erstellung des Förderkonzeptes und der Koordination des Lehrstoffes herangezogen.
Ergänzend zur Wissensvermittlung legen die LehrerInnen Wert auf die Vermittlung von Würde, Selbstachtung, Selbstständigkeit, Autonomie, Handlungsfähigkeit und Wohlbefinden durch Geborgenheit, individuelle Zuwendung und gezielte pädagogische Interventionen.
Die emotionale Beziehungsebene zwischen LeherIn und SchülerIn bzw. SchülerIn und LehrerIn steht im Vordergrund. In der Beziehung zu den SchülerInnen geben die LehrerInnen dem Entwickeln von Fähigkeiten (also von den Stärken ausgehen) gegenüber dem Wegtrainieren von störendem Verhalten (von den Schwächen ausgehen) den Vorzug. Zielsetzung ist, den Kindern mit sozialen und/oder emotionalen Defiziten zu größerer Sozial- und Handlungskompetenz zu verhelfen, um die eigenen Ziele besser erreichen zu können.
Neben dem Anbieten von lösungsorientierten Konzepten und zielgerichteten Trainings ist dem BetreuerInnenteam im Umgang mit Kindern und deren Eltern das Recht auf persönliche Würde und Selbstbestimmung so wichtig, wie das Vermitteln von Anerkennung, Geborgenheit, Achtung und Wärme.
Leistungsfeststellungen werden im Rahmen des individuellen Lehrplanes durchgeführt und nach den Kriterien der Leistungsbeurteilungsverordnung beurteilt.
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VII. Berufliche Entwicklung
Die Lehrkräfte nehmen regelmäßig an Aus- und Fortbildungen teil und leiten die Ergebnisse als MultiplikatorInnen weiter.
Parallel dazu gewährleisten regelmäßige Inter- und Supervision eine konstante Entwicklung der beruflichen Kompetenzen.
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VIII. Unterrichtsressourcen und Betreuungsformen
Den SchülerInnen stehen Ressourcen zur Verfügung, um effizient, je nach Wissenstand, Alter und Schulform, lernen zu können.
Unterrichtsmaterialien für alle Schulstufen und Internetzugang ermöglichen vielfältigen Wissenserwerb.
Der Vormittagsbereich besteht aus strukturierten Einheiten
- Informationsunterricht
- Offenes Lernen
- Freiarbeit
- Projektunterricht
und lässt individuelle (genau definierte) Freiräume offen und fördert dadurch Eigeninteressen, erlaubt kommunikative Prozesse und macht Interaktionen möglich.
Gruppendynamische Aktivitäten werden initiiert, um die sozialen und emotionalen Defizite der SchülerInnen auszugleichen und sozial erwünschte Verhaltensweisen anzubieten.
Unterrichtsmaterialien, die den individuellen Entwicklungsniveaus der Kinder angepasst werden, ermöglichen selbsttätiges Arbeiten (Lernen am Erfolg und an persönlichen Interessensgebieten) und führen zu intrinsischer Motivation.
Die Nachmittagsbetreuung ist eine gezielte und strukturierte Freizeitpädagogik, die soziales Lernen ermöglicht und Eigenverantwortung fördert. Ein überschaubares Programm bietet einerseits Fixpunkte als Orientierungsmöglichkeit und lässt andererseits den Kindern viele Freiräume. Die Freiwilligkeit der Kinder ist ein wichtiger Faktor, aber auch die daraus resultierenden Konsequenzen. Pflichterfüllung wird in der Lernzeit und in der Übernahme kleiner Aufgaben geübt. Individuelle Bedürfnisse und Bedürfnisse der Gruppe sollen als positiv vereinbar erlebt werden.
Die Erlebnispädagogik bietet den SchülerInnen Möglichkeiten zum Spannungsabbau und erleichtert den Einstieg zum sozialen Lernen. Turnsaal, Schwimmbad, Spielplatz, Reitstall, kreatives Gestalten und dislozierte Aktivitäten und Projekte erlauben viel Bewegung und initiieren positive Gemeinschaftserlebnisse.
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IX. Beziehungen mit den Eltern und Institutionen außerhalb der Schule
Eine Zusammenarbeit zwischen dem HP-Team, den Eltern, den SozialarbeiterInnen, den TherapeutInnen, den ÄrztInnen und den KlassenlehrerInnen ist unumgänglich um Veränderungen für die Kinder zu ermöglichen und sozial erwünschte Verhaltensweisen aufzubauen.
Besonderen Stellenwert hat auch die Elternzusammenarbeit. Intensive, begleitende, beratende Elternarbeit ist ein wichtiger, unerlässlicher Baustein im Betreuungskonzept. Eine positive Gesprächsbasis stellt die Basis für erwünschte Veränderungen dar.
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